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Lumpenkapelle der Burladinger Narrenzunft Nautle in Berlin

Lumpenkapelle der Burladinger Narrenzunft Nautle in Berlin

„Narri-Narro!“ tönt es jetzt auch in Berlin. Am 31. Januar 2018 waren über 150 Vertreter der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte e.V. (VFON) zunächst im Bundestag zu Gast, wo sie von der Parlamentarischen Staatsekretärin beim Bundesminister für Gesundheit Annette Widmann-Mauz MdB und ihren Bundestagskollegen aus ihrer jeweiligen Region empfangen wurden. Am Abend zogen die Narren dann in die Landesvertretung Baden-Württemberg weiter. Der feierliche Einmarsch der Narrenvereinigungen ist ein alljährlicher Höhepunkt im reichhaltigen Kulturprogramm der Landesvertretung in Berlin. Über den Besuch der schwäbisch-alemannischen Zünfte und insbesondere der Lumpenkapelle der Burladinger Narrenzunft Nautle mit ihrem Zunftmeister Josef Entress freut sich Widmann-Mauz besonders, die die Bewerbung mit Kräften unterstützt hatte.

„Bereits im Jahr 2009 hatten G’schellen, Hansele, Butzen und Hexen aus Neckar-Gäu und Zollern-Alb die Hauptstadt unsicher gemacht und für ausgelassene Stimmung in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin gesorgt. Es war längst überfällig, dass das oberschwäbische Fasnetsbrauchtum und Frohsinn wieder einmal an der Spree regieren“, so Widmann-Mauz, die sich trotz den laufenden Koalitionsverhandlungen Zeit für die Narren nahm. Die Fasnetsveranstaltung in der Landesvertretung zieht jährlich etwa 500 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien, Diplomatie und Kunst an und erfreute sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit.

Foto: Gruppenbild Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte e. V. mit Abgeordneten im Reichstag (Quelle: DBT/Inga Haar)

Politischer Aschermittwoch 2018

Politischer Aschermittwoch 2018

Der Aschermittwoch der CDU im Wahlkreis Tübingen-Hechingen ist eine feste Tradition. In diesem Jahr hat die CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz MdB ihren Kollegen Dr. Carsten Linnemann MdB als Gast für den großen Polit-Stammtisch gewinnen können. Gemeinsam mit der CDU Hechingen, Burladingen, Bisingen und Rangendingen lädt sie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein. „Carsten Linnemann ist ein profilierter Kenner der deutschen Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialpolitik – insbesondere diese Politikfelder spielen derzeit im Rahmen der anstehenden Koalitionsverhandlungen für die Regierungsbildung eine zentrale Rolle“, so Widmann-Mauz. Gerade in dieser politisch ungewissen Zeit brauche Deutschland einen sicheren Kurs und die deutsche Wirtschaft klare Perspektiven. Linnemann wird bei seiner Rede auf die Entlastungen der Bürger z.B. durch die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags für 90 Prozent der Steuerzahler, den beschleunigten Ausbau von Digitalisierung und Verkehrsinfrastruktur sowie das Thema Vollbeschäftigung zu sprechen kommen. „Gerade die ländliche und von Familienbetrieben geprägte Region Neckar-Alb profitiert von einem starken Mittelstand als Innovationsmotor. Diese Dynamik wollen wir in ganz Deutschland fördern“, so Widmann-Mauz MdB.
Der promovierte Volkswirt Linnemann arbeitete zunächst bei der Deutschen Bank sowie der Deutschen Industriebank IKB, bevor er 2009 im Bundestagswahlkreis 138 (Paderborn) das Direktmandat für die CDU errang, das er zweimal mit landesweit überdurchschnittlichen Ergebnissen verteidigen konnte. Seit 2013 ist er Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT). Ferner gehört er dem Vorstand des einflussreichen Parlamentarischen Kreises Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Fraktion an. „Carsten Linnemann weiß um die Zukunftssorgen der Menschen, die sich einer stetig verändernden Arbeitswelt gegenübersehen und mahnt in seinem aktuellen Buch zu Recht an, dass Politik besser werden muss. Was er darunter versteht, werden wir an diesem Abend bei zünftiger musikalischer Umrahmung erfahren“, verspricht Annette Widmann-Mauz MdB.

Forschungsgelder für Universität Tübingen – Bund fördert Projekt zur Schmerztherapie mit 726.000 Euro

Forschungsgelder für Universität Tübingen – Bund fördert Projekt zur Schmerztherapie mit 726.000 Euro

Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) der Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz MdB, mitteilte, erhält das Verbundprojekt „Innovative Schmerztherapie durch interaktive Stimulation (InSpiration)“ finanzielle Unterstützung durch das BMBF in Millionenhöhe. Davon fließen 726.000 Euro an die Eberhard Karls Universität Tübingen, weitere 1,05 Mio. Euro gehen an den Projektpartner, die BOMEDUS GmbH in Bonn.

„InSpiration ist ein Vorhaben zur Schmerztherapie, das fast nebenwirkungsfrei und alltagstauglich ist und damit einen hohen Patientennutzen verspricht. Es verbessert als Alternative zu einer rein medikamentösen Schmerzbehandlung die Lebensqualität, Mobilität und soziale Teilhabe der Menschen mit chronischen Schmerzen. Dass dieses innovative Tübinger Projekt mit fast einer dreiviertel Million Euro gefördert wird, ist eine wirklich erfreuliche Nachricht“, so Widmann-Mauz MdB.

In Deutschland sind fast 15 Millionen Menschen von chronischen Schmerzen betroffen. Die meisten Patienten leiden unter Problemen im Bereich des Rückens und des Nackens. Hinzu kommen jährlich tausende Amputationspatienten, die über Phantom- oder Stumpfschmerzen klagen. Durch längere Schmerzpräsenz kommt es zu einer permanent veränderten Schmerzempfindlichkeit. Im Gegensatz zu dem systemischen Wirk- und Nebenwirkungsprofil von Schmerzmedikamenten setzt die Elektrotherapie InSpiration lokal dort an, wo die Schmerzsignale peripher aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet werden. Dies ermöglicht schon bei akuten Schmerzen einen schonenderen und niedrigschwelligen Therapieansatz, um einer Chronifizierung entgegenzuwirken.

Anstrengungen haben sich gelohnt – Sondierungsergebnisse sind gute Grundlage für Koalitionsverhandlungen mit der SPD

Anstrengungen haben sich gelohnt – Sondierungsergebnisse sind gute Grundlage für Koalitionsverhandlungen mit der SPD

„Ich freue mich sehr, dass die Sondierungsgespräche nach langer Beratung nun erfolgreich abgeschlossen wurden – die vorliegenden 28 Seiten Sondierungsergebnisse tragen eine deutliche schwarze Handschrift“, erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin und Bundestags-abgeordnete des Wahlkreises Tübingen-Hechingen, Annette Widmann-Mauz MdB, am Freitagmittag.
„Die 25 Stunden Sondierungsgespräche waren anstrengend, sie haben sich aber gelohnt, wir konnten ein starkes Paket für Familien und Kinder schnüren: Wir wollen unter anderem das Kindergeld um 25 Euro erhöhen, die Kinderbetreuung ausbauen, einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter schaffen sowie den weiteren Ausbau der Mütterrente voranbringen. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, Steuererhöhungen und einen Systemwechsel in der Krankenversicherung zu verhindern und gleichzeitig die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags für 90 Prozent der Steuerzahler und zukunftsweisende Investitionen in Bildung und digitale Infrastruktur voranzubringen. Auch dringend notwendige Maßnahmen zur Begrenzung und besseren Steuerung der Migration und ein Fachkräftezuwanderungsgesetz konnten vereinbart werden“, berichtet Widmann-Mauz von den Verhandlungen. Auch für die Infrastruktur in ihrem Wahlkreis Tübingen-Hechingen hat Widmann-Mauz positive Nachrichten: „Es liegt neben der Fortführung der Verkehrsinvestitionen auf Rekordniveau gerade in der Erhöhung und Dynamisierung der GVFG-Mittel eine besondere Chance für die Realisierung der Regionalstadtbahn als eines von mehreren wichtigen Verkehrsinfrastrukturprojekten wie auch dem Ausbau der B27 und B28.“ „Jetzt kommt es darauf an, dass die SPD auf ihrem Sonderparteitag am 21. Januar schnell den Weg für Koalitionsverhandlungen frei macht – Deutschland braucht nun zügig eine stabile und handlungsfähige Regierung“, so Widmann-Mauz weiter.

Bund fördert Gemeinden im Landkreis Tübingen mit über 3,6 Millionen Euro beim Breitbandausbau

Bund fördert Gemeinden im Landkreis Tübingen mit über 3,6 Millionen Euro beim Breitbandausbau

Kurz vor Weihnachten durften sich acht Bürgermeister aus dem Landkreis Tübingen über umfangreiche Fördermittel des Bundes zur Breitbanderschließung in Gewerbegebieten freuen. Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit Annette Widmann-Mauz MdB wirbt seit dem Start der Breitbandinitiative des Bundes 2015 intensiv für die Fördermittel des zuständigen Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.
„Für die digitale Zukunft des Landkreises Tübingen war heute ein besonders erfolgreicher Tag. Ich freue mich sehr, dass Mössingens Oberbürgermeister Michael Bulander einen Zuschuss von 450.780 Euro, die Bürgermeister aus Dußlingen und Neustetten, Thomas Hölsch und Gunter Schmid Bescheide von 775.581 und 133.221 Euro sowie der erste Bürgermeister von Rottenburg Thomas Weigel über 608.633 Euro aus den Händen meines Amtskollegen Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) im Bundesverkehrsministerium entgegen nehmen konnten. Die Zuwendungen sind vor allem für die Versorgung mit Glasfaserkabeln von Gewerbegebieten gedacht, um die lokale Wirtschaft mit schnellem Internet zu stärken. Weitere Bescheide wurden zudem für Gomaringen (195.280 Euro), Hirrlingen (353.796 Euro), Ofterdingen (569.014 Euro) und Tübingen (529.320 Euro) ausgestellt. Alles in allem erhält der Wahlkreis damit über 3,6 Millionen Euro des Bundes für den Breitbandausbau vor Ort. Hinzu kommen ebenfalls noch anteilige Zuschüsse des Landes pro Ausbauprojekt“, erläutert Widmann-Mauz MdB. Mehr hier. 

Foto v.l.n.r.: Bürgermeister Thomas Weigel, Oberbürgermeister Michael Bulander, Staatssekretär Rainer Bomba, Bürgermeister Gunter Schmid und Bürgermeister Thomas Hölsch

Bund fördert unabhängige Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung in Hechingen

Bund fördert unabhängige Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung in Hechingen

Behinderte Menschen haben ein Recht auf selbstbestimmte Teilhabe und Gleichstellung. Damit dieser Anspruch im Alltag auch umgesetzt werden kann, fördert der Bund Informationsstellen zur „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“. Ab Januar 2018 wird eine solche Beratungsstelle in Hechingen gefördert. Das Ziel der Bundesregierung ist es, in allen Lebensbereichen die Teilhabechancen für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Gerade in ländlichen Regionen wie dem Zollernalbkreis ist der Zugang zu Informationen und Beratungsleistungen nicht immer einfach. Diese Lücke schließt der Bund mit einem Zuschuss von über 245.000 Euro für eine „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ im Gesundheitszentrum Hechingen auf dem St.-Luzen-Weg. Unter der Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Baden-Württemberg e. V. wird es künftig einen Beratungsservice geben. Das Besondere daran ist, das sogenannte „Peer Counseling“- die Beratung von Menschen mit Behinderungen oder deren Angehörige durch Menschen mit Behinderungen. Durch die Hilfe von Betroffenen für Betroffene soll die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Leistungsberechtigten gefördert werden. So hilft die Erfahrungsnähe der Berater dabei, die eigene Lebensplanung von Menschen mit Behinderung möglichst praxisnah zu gestalten. Im Fokus stehen u. a. die Beantragung und Vermittlung passender und auf die individuelle Situation zugeschnittener Leistungen und Teilhabemöglichkeiten. Helfende und erfahrene Hände und ein direktes Gespräch sind für viele Betroffene oder ihre Angehörigen unverzichtbar, um sich einen Überblick über die verschiedenen Leistungen im Rehabilitations- und Teilhaberecht oder bei der Eingliederungshilfe zu verschaffen. Der Service erfolgt unentgeltlich durch eine beratende Vollzeitstelle vor Ort, die barrierefrei erreicht werden kann. Angebote wie diese stärken die soziale Daseinsvorsorge im ländlichen Raum und lassen unserer Gesellschaft enger zusammenzurücken. Deshalb hat die Union die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu einem Schwerpunkt ihrer Politik gemacht und wird dieses Ziel in allen wichtigen Bereichen wie Bildung, Beschäftigung, Digitalisierung und öffentliche Infrastruktur weiter vorantreiben.

Schwangerschaftsabbruch keine ärztliche Dienstleistung wie jede andere

Schwangerschaftsabbruch keine ärztliche Dienstleistung wie jede andere

Mehrere SPD-geführte Bundesländer haben heute im Bundesrat eine Initiative gestartet, um den § 219 a StGB – Verbot von Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft – zu streichen. Die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz sieht hingegen keinen Anlass, die bewährte Regelung zu verändern. Ein Schwangerschaftsabbruch ist keine ärztliche Dienstleistung wie jede andere, ist Annette Widmann-Mauz überzeugt. Sie verweist im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ auf das bestehende Informations- und Beratungssystem, das der besonderen Konfliktsituation der betroffenen Frauen Rechnung trage, hin. „Dort erhalten Frauen alle notwendigen medizinischen Informationen, auch über Ärzte, die Abbrüche vornehmen. Sie können hier aber auch über persönliche, soziale und ethische Fragen sprechen – und zwar in einem geschützten Raum, der frei ist von wirtschaftlichen Interessen“, erläutert die Vorsitzende der Frauen Union.

Praktikum im Berliner Bundestagsbüro

Praktikum im Berliner Bundestagsbüro

Die frisch gebackene Abiturientin Benita Werner aus Esslingen absolviert vom 1. November bis 22. Dezember 2017 in meinem Berliner Bundestagsbüro in Berlin ein Praktikum vorbereitend auf ihr Studium. Nach dem Beenden ihrer Schullaufbahn ist sie auf der Suche nach Erfahrungen, die ihr wichtige Impulse für ihre berufliche Zukunft geben. Gerade jetzt in den spannenden Zeiten der Regierungsbildung bekommt Frau Werner einen bedeutsamen Einblick in die Arbeit der parlamentarischen Prozesse. So hatte sie die Möglichkeit, bei der zweiten Bundestagssitzung dabei zu sein sowie Annette Widmann-Mauz MdB bei Veranstaltungen zu begleiten. All diese Erlebnisse gewähren ihr einen Einblick in den Tagesablauf einer Bundestagsabgeordneten. Zudem ist Frau Werner unterstützend im Büro bei der Recherchearbeit und dem Verfassen von Briefen tätig. Weiterhin hatte sie auch die Möglichkeit die Bundespressekonferenz und den Reichstag zu besuchen. So kann sie nach dem achtwöchigen Praktikum mit einem bunten Strauß voller Erfahrungen ihr Studium wie geplant im internationalen politischen Bereich aufnehmen.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

„Wir brauchen mehr Aufklärung gegen das grausame Ritual der Genitalverstümmelung. In Deutschland ist die Genitalverstümmelung seit 2013 ein eigenständiger Straftatbestand im Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu fünfzehn Jahre, also ein Verbrechen! Diese Abschreckung verhindert jedoch nicht, dass es immer wieder Eltern gibt, die mit ihren Töchtern ins Ausland reisen, um sie dort einer Genitalverstümmelung auszusetzen“, erklärt Annette Widmann-Mauz MdB, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2017. Weltweit wird die Genitalverstümmelung in etwa 30 Ländern praktiziert, vorwiegend in muslimisch geprägten Staaten im Norden Afrikas. Es finden sich jedoch auch immer wieder Fälle bei Einwandererfamilien in Europa. Über 200 Millionen Frauen und Mädchen leiden nach Angaben der Vereinten Nationen unter den Folgen der Genitalverstümmelung. „Das Leid der Mädchen und Frauen muss gestoppt werden. Nur durch eine breit angelegte Aufklärungskampagne über die körperlichen und seelischen Folgen der Genitalverstümmelung können wir die Mädchen und Frauen schützen. Die weltweit steigenden Opferzahlen dürfen uns nicht ruhen lassen“, mahnt die Vorsitzende der Frauen Union Annette Widmann-Mauz eindringlich.

Annette Widmann-Mauz MdB zum Ende der Sondierungensverhandlungen

Nachdem die Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition im Bund in der Nacht von Sonntag zu Montag durch die FDP beendet wurden, erklärt die Bundestagsabgeordnete und
Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz MdB: „Wie viele andere Menschen in diesem Land bin ich vom abrupten Ende der Sondierungen für eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen sehr enttäuscht. Ich bedaure außerordentlich, dass die FDP einseitig den Tisch verlassen und Deutschland damit in eine politisch unsichere Lage gebracht hat, die auch im Ausland mit Sorge verfolgt wird. Zweifellos standen alle Parteien vor der schwierigen Herausforderung, erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine Koalition aus vier verschiedenen politischen Parteien auszuloten. Für einen Erfolg dieser außergewöhnlichen Konstellation brauchte es von allen Seiten das notwendige Verantwortungsbewusstsein, viel Geduld und echte Kompromissbereitschaft, um aus dem Wählervotum eine stabile Regierung zu bilden. Umso enttäuschender ist der Ausstieg der Liberalen, obwohl die Verhandlungen bei den schwierigsten Themen kurz vor dem Durchbruch standen und eine Einigung greifbar war. Ich bedaure diese Entwicklung umso mehr, weil eine Jamaika-Koalition wichtige Impulse hätte setzen können, um das Land weiter voranzubringen. So bestand der feste Konsens, kleine und mittlere Einkommen deutlich zu entlasten und ein starkes Familienpaket aus höherem Kindergeld, Kinderzuschlag und Steuerfreibeträgen zu schnüren. Unbestritten war auch die massive Stärkung der Pflege in den Krankenhäusern sowie in der stationären und ambulanten Altenpflege sowie Milliarden-investitionen in die Digitalisierung und Bildung. Dass die zügige Umsetzung dieser dringenden Maßnahmen nun wieder in die Ferne gerückt ist, ärgert mich besonders. Ein tragfähiger und für die Union vertretbarer Kompromiss hat sich zuletzt auch bei der Steuerung der Flüchtlingspolitik abgezeichnet, in dem ein jährlicher Orientierungsrahmen von 200.000 Zuwanderern sowie die Einstufung von drei Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsländern möglich gewesen wären. Jetzt gilt es vor allem, nach vorne zu blicken und dafür zu sorgen, dass Deutschland ein stabiles und handlungsfähiges Land in Europa bleibt. Auch in schwierigsten Zeiten stehen die Union und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gemeinsam zu ihrer Verantwortung für Deutschland. Dem Bundespräsidenten kommt jetzt eine bedeutende Rolle im weiteren Verfahren zu, die Weichen für eine Regierungsbildung zu stellen. Seine Ankündigung, mit allen Sondierungsparteien und darüber hinaus im Bundestag in Frage kommenden Fraktionen Gespräche zu führen sowie seine Mahnung an die staatspolitische Verantwortung aller Beteiligten über das parteipolitische Eigeninteresse hinaus begrüße ich außerordentlich. Von der geschäftsführenden Regierungspartei SPD erwarte ich jetzt mehr als reflexhafte Flucht vor Verantwortung.“